Die Deutsch-Namibische Gesellschaft ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit derzeit ca. 1.500 Mitgliedern und Förderern. Wir unterstützen Projekte in Namibia, fördern den Jugend- und Kulturaustausch, geben Informationen heraus, veranstalten Seminare und tun noch manches mehr.

Uraufführung am 27. 05. 2016 Theater Osnabrück

DDR-KinderEin beinahe vergessenes Kapitel unserer Geschichte, das uns unmittelbar mit Namibia verbindet: Ab 1979 wurden etwa 400 namibische Kinder während der Unabhängigkeitskämpfe der SWAPO gegen Südafrika aus Namibia in die DDR geschickt, um dort in Sicherheit zu leben. Die DDR erklärte sich bereit, die SWAPO mit Fachpersonal, Geld und Waffen, aber auch mit ziviler Hilfe zu unterstutzen. Im Jagdschloss Bellin bei Gustrow und in der „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt wurden sie im Sinne des real existierenden Sozialismus erzogen, lebten aber weitgehend abgeschottet von der DDR-Bevölkerung. Da die namibischen Erzieher überwiegend im Exil aufgewachsen waren, blieb auch der beabsichtigte Kontakt zur Herkunftskultur theoretisch. 1990, nach der Wende, als Namibia seine Unabhängigkeit erlangt hatte, wurden die Kinder kurzerhand in eine Heimat zurückgeführt, die nicht mehr die ihre war. Sie besaßen eine doppelte Identität, an der sie nicht selten litten und verzweifelten.

Auf der Basis von Interviews mit den inzwischen erwachsenen „DDR-Kindern“ in Namibia und ehemaligen Erziehern in Deutschland setzt sich ein namibisch-deutsches Team in beiden Ländern mit der Frage auseinander, wie Kinder eine Identität in einer fremden Kultur entwickeln, und fragt danach, was Identität im Kern ausmacht. Der international bekannte namibische Musiker Elemotho erarbeitete die Musik zu dem Stück, wobei er sowohl neue Musik komponiert, als auch namibische Lieder und Lieder der SWAPO aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung neu aufgearbeitet hat.

Auf die Premiere in Osnabrück, die im Rahmen des 10. Afrika-Festivals stattfinden wird, werden Gastspiele in Gustrow und Staßfurt sowie eine Vorstellungsserie in Namibia folgen.

In Kooperation mit dem College of the Arts (COTA) Windhoek Weitere Kooperationspartner: 10. Afrika-Festival Osnabruck, Goethe-Zentrum Windhoek, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Windhoek

Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes

Inszenierung Gernot Grünewald, Sandy Rudd
Bühne Michael Köpke
Kostüme Patricia Shejavali
Dramaturgie Ndinimholo Ndilula, Marie Senf
Projektleitung Anja Deu, Sandy Rudd

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Theater Osnabrück
Domhof 10/11
49074 Osnabrück
www.theater-osnabrueck.de

weitere Informationen: http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/Afrika/oshi_deutsch.html
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/665232/oshi-deutsch-erzahlt-von-einstigen-ddr-kindern#gallery&0&0&665232

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