Die Deutsch-Namibische Gesellschaft (DNG) ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit derzeit ca. 1.500 Mitgliedern und Förderern. Wir unterstützen Projekte in Namibia, fördern den Jugend- und Kulturaustausch, geben Informationen heraus, veranstalten Seminare und tun noch manches mehr.

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Roland Grebner fährt für Spenden für behinderte und verwaiste Kinder durch Namibia



Gestern (Samstag, 13.9.2014) sind das Fahrrad und ich heil in München in München gelandet und schließlich wieder im heimischen Bubenreuth angekommen.

“Reisesplitter” , nieder geschrieben in Swakopmund / Namibia in der angehängten Datei Reisesplitter.In den Bergen SambiasIn den Bergen Sambias



Die Allgemeine Zeitung, die deutschsprachige Zeitung Namibias, hat heute am 3.9.2014 auf Seite 2 über meine Reise berichtet.

Link: http://www.az.com.na/soziales

Das Foto ist zwar nicht, wie beschrieben aus Oshakati, macht aber nichts.






Ganz herzlichen Dank fuer die schoenen Rueckmeldungen seit meiner Ankunft in Windhoek !

Anbei drei Bilder aus Namibia:

An einer TankstelleAn einer TankstelleEndlose WeiteEndlose WeiteSprigböckeAuf der Lodge: Landschaft - Springböcke




Es ist vollbracht !

Am Morgen von Okahandja geht es aufwaerts in das von Bergen umgebenen Windhoek.

Einen kurz nach Okahandja angebotenen Lift lehne ich dankend ab, erreiche Windhoek die Pedale tretend am fruehen Nachmittag. Ingrid und Hartmut, unsere ehemahligen Nachbarn aus Windhoeker Zeiten, nehmen mich herzlichst auf.

Kein Fahrradfahren mehr auf dieser Tour, es reicht.

Das GPS zeigt 3277 Kilometer an !!!!!!!!!!!!

Liebe, zu gleich bloglesende Kilometergeld-Spender,

ihr duerft anfangen zu rechnen, klar koennt ihr der Einfachheit halber auf 3250 km abrunden, habe auch keine Einwaende, wenn ihr aufrundet. Danke

Roland



Noch einmal 140 km – Fressen !

Aufbruch zum Sonnenaufgang, es ist kalt, nach wenigen Minuten Eisfinger, die nur langsam auftauen, überhaupt der “kühlste” Tag bislang, natürlich sorgt die Sonne am stahlblauen Himmel für angenehme Temperaturen.

Die Strecke typisch namibisch, bis Okahandja gibt es Nichts entlang der Strasse, nur goldenes Gras und Busch, zu passierende Berge sind Zielpunkte, lockern auf.

Zur Belustigung hin und wieder Warzenscheeine, die bei Annäherung ihren Schwanz antennenartig senkrecht stellen und wie von der Tarantel gestochen ins Feld rennen.

Die letzte lange Quälerei findet am Nachmittag in Okahandja ihr Ende.




Nach nur 40 km tendenziell bergauf und neben grenzenloser Weite ein paar kargen, felsigen Bergen Ankunft auf der Otjiwa-Lodge.

Ein Ort, glücklicherweise nur 2 km abseits der großen Strasse, und doch mitten in traumhafter Natur, edel, komfortabel, ideal zum Entspannen, Auftanken für die morgige Etappe.



120 km nach Otjiwarongo, 120 km Strasse mit einem breiten Streifen des für Namibia so typischen goldenen Grases, dann Busch und bizarren, oft phallusartigen Termitenhügeln, das heißt auch 120 km zermürbendes Herunterradeln.

Otjiwarongo, ein nettes Städtchen, sitze bei Kaffee, Kuchen und Bier im Innenhof einer sehr schönen Lodge, es ist sommerlich warm, der Brunnen plätschert.

UND: die 3000 Kilometer – Marke ist überschritten, wohlige Zufriedenheit,

Zielgerade !

Heute windet sich die Strasse von Tsumeb nach Otavi durch / über die reizvollen Otavi Berge.

Nur ein langer, steiler Anstieg, Rückenwind und  nur 65 km, angenehmes Guesthouse in Otavi, ein winziges Städtchen.

Lockerer, geruhsamer Tag, tut gut.

Eine erneute Langetappe (knapp 170 km) steht mangels möglicher und sinnvoller Zwischenstopps an.

In Oshivelo der Veterinärzaun, einst eingerichtet zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche. Das kommerzielle, weiß dominierte Farmland beginnt, von jetzt an keine afrikanischen Villages mehr, keine Rinder, Ziegen, Esel mehr neben oder auch auf der Strasse, eigentlich auch keine Menschen mehr,  Mini-Markets und Bars sowie so nicht.

90 km Strasse und Busch, ödes , tristes km herunterstrampeln, und das bei über 30 Grad Hitze, 30 km vor Tsumeb tauchen wenigstens die Otavi-Berge am Horizont auf, die Erwartung eines kalten Biers pusht mich voran, bei einem bleibt es nicht.

Die Titelfrage bitte nicht mathematisch verstehen.

Heute ging es von Okashati nach Omuthiya, kleiner Ort zwischen Okashati und Tsumeb, und wieder Mal geradeaus.

Von Ondangwa bis zum Tagesziel konnte ich eine Einzige Richtungsänderung wahrnehmen und das auf gut 80 km, zum Glück kein Busch rechts und links, sondern offene Landschaften mit vielen wunderschönen Palmen und ich war gut ausgeruht und hochmotiviert für die letzte Großetappe gen Windhoek.

Kein Fahrrad heute, trotzdem anstrengend, afrikanischer Tag.

Auf der Agenda der Besuch des Kinderhauses.

Auf Grund eines Missverständnisses, Ruusa war in dem Irrglauben, ich wolle mit dem Fahrrad fahren, dabei liegt das Haus im absolut ländlichem Raum, mindestens 5 km von der Teerstrasse entfernt, nur über (tief)sandige Pisten erreichbar, arg verspäteter Aufbruch.

1. Etappe: in einem Taxi mit 6 Erwachsenen und 2 Kindern plus Fahrer bis auf den letzten Millimeter gefüllt auf der Teerstrasse bis zum anvisierten Abzweig.

2. Etappe: Eineinhalb Stunden auf einer Polizeistation auf den einzig möglichen Weitertransport warten, äußere Unmut.

3. Etappe: Der Fahrer hat ein ausgewachsenes Rind am Trailer, dass anlässlich einer Hochzeit auszuliefern ist, unterwegs wird ein Säugling ins Führerhaus gereicht, die Mutter hinten am Pick Up, ewig kreuz und quer durch die Landschaft, doch interessant und spannend.

4. Etappe: wilde Fahrt auf v.a. Pisten an zahlreichen Kraals vorbei , viele Palmen und ausgetrocknete Oshanas, zum “Centre”.

Die Begrüßung herzlich, es wird gesungen und trillert  (die Älteren), viele Kinder.

Der Zustand des Hauses etwa wie vor 3 Jahren, aktuell kein täglicher Betrieb und keine Übernachtung, es fehlt am Geld, laut Ruusa zahlen die Eltern bzw. im Falle von Waisen die Familien nichts.

Ruusa hängt an ihrem Projekt, will keineswegs aufgeben.

Geben wir ihr die Chance, mit Spenden aus dieser Tour ist es ein Leichtes zu renovieren und die Ausstattung zu verbessern.

Zurück in Oshakati kann ich zu meiner Erholung in die komfortable Country Lodge wechseln.

Angekommen in Oshakati, der Stadt, in deren Nähe das Haus steht, das ein bzw. der Schwerpunkt dieser Benefiztour ist.

Von Okongo nach Eenhana zunächst Fortsetzung des Vortages, also Busch und endlose Geraden, doch nur 99 km.

Schon  vor Eenhana und heute verkürzen sich die zermürbenden Geraden zunehmend, das Land wird offener, Palmen und Oshanas (Senken vergleichbar flachen Weihern, die sich zur Regenzeit mit Wasser füllen, zur Zeit oft ausgetrocknet), dichtere Besiedlung, auch immer mehr Verkehr, ab Ondangwa bis Oshakati europäisch.

Der Wermutstreffen:

Hatte mir für heute und den morgigen Besuch des “Roland Grebner Centre’s” nach strapaziösen Tagen eine schöne Lodge ausgemalt. Doch die Region ist infolge einer Messe sowie einer traditionellen Festivität (sogar der President ist anwesend) ausgebucht, mit Hilfe von Ruusa (Leiterin besagten Hauses) Zimmer in einem einfachen Guesthouse, dem bislang  Einfachsten in Namibia.

Was tut man nicht Alles auf  Charity – Tour ?

Es waren 165 km von Nkurunkuru nach Okongo, die muss man schaffen, wenn man ohne Zelt reist, das eine Übernachtung irgendwo in der Pampa ermöglichte, denn dazwischen ist einfach Nichts.

Und nach etwa 30 km ist Schluss mit  schönen afrikanischen Bildern ( siehe gestern ), nur noch  Busch rechts, Busch links und immer geradeaus, Menschen Mangelware, eher noch Rinder  und Ziegen, hätte die Kurven zählen sollen, Alternative die wenigen Autos, habe ich tatsächlich fast 2 Stunden lang getan.

Eine Dosis Masochismus ist für solche, in Namibia nicht untypische Strecke schon Voraussetzung.

Gut 30 km vor Okongo ein Motivationsschub, ein Mini-Market, kalte Getränke (für Insider u.a. Savanna Dry, der beste Cider der Welt), dazu ungemein freundliche Menschen, unter dem einzig Schatten spendende Baum wird ein Stuhl für mich gerichtet , ein Junge nimmt die leere Wasserflasche vom Rad, um sie aufzufüllen. Nette Gespräche  ("Have your bike an engine ?")

Heute am frühen Morgen sprang der Km – Zähler des GPS auf die magische Zahl 2000, das Ziel rückt langsam näher.

Die heutige Strecke von Rundu nach Nkurunkuru überaus reizvoll, bisweilen bezaubernd, weite, offene Flächen mit tollen Bäumen (benennen kann ich sie  im Einzelnen nicht), darunter zunehmend imposante Palmen, hervor zu heben eine Passage direkt am Kavango entlang.

Eingefügt in diese Szenerie unzählige kleine, ja kleinste afrikanische Dörfer mit Menschen, die vor ihren Hüttchen sitzen, wie gemalt für ein Klischee – Kinderbilderbuch “So leben die Menschen in Afrika”.

Die nächsten 200 km von Divundu nach Rumdu habe ich natürlich in 2 (!) Etappen aufgeteilt, gibt es doch Übernachtungsmöglichkeiten auf halber Strecke und was für welche.

Hatte gestern Morgen nach dem Extremtrip schon kleinere Motivationsprobleme, zudem hatte ich ständig das Bild des gemütlichen Sonntags-Frühstücks zu Hause vor Augen.

Entschädigung dann am frühen Nachmittag in einer wunderschön am Ufer des Kavango gelegenen Lodge, kühles Bier, Sundowner Bootstrip auf dem Kavango, feines Dinner,…

Bestens regeneriert rollte es dann heute viel leichter bis Rundu.

Die Strecke welliger und die nicht endenden Geraden, Namibia zeigt hier im Norden  sein “afrikanisches” Antlitz, kleine Kraals, in der Regel eingezäunt, auf den langen Strecken im Unterschied zu Sambia keinerlei Ansiedlungen mit minimaler Infrastruktur, d.h. kein Essen/Trinken on the road.

Und die Menschen ( im Vergleich zu Sambia/Malawi ):

Die Mehrheit reagiert auf den weißen Radler zurückhaltend bis teilnahmslos, selbst viele Kinder.

Andererseits, spricht man sie an, zeigen sie sich hilfsbereit und kommunikativ.

Drei Ausrufezeichen, da ich es eigentlich nicht für möglich hielt.

Gestern recht lockere 120 km von Katima nach Kongola, Savanne, kleine  afrikanische Dörfer. Unterwegs kommen zwei junge Franzosen entgegen, die auf Fahrrad – Weltreise sind, überaus netter Kontakt, es gibt also mehr “Verrückte”.

Bei Kongola gut erreichbar die Mazambala Island Lodge, paradiesisch an den Ufern des Kwando gelegen, ideal zum Ausspannen, Seele baumeln lassen und Auftanken vor der großen Caprivi – Herausforderung.

200 km von Kongola nach Divundu durch den Babwata – Nationalpark, keinerlei Infrastruktur, ein paar Settlements, dort eventuell bei einer Polizeistation übernachten, denn 200 km mit voll bepackten Reiserad ?

Probiere das Unmögliche, Aufbruch mit Sonnenaufgang, eine Elefantenherde quert in sicherer Distanz die Strasse, das war’s zum Glück, auf der Strecke unendlich lange (10, 15 km…wiill es garnicht so genau wissen) ins Nichts führende Geraden, Kurven, leichtes Auf und Ab und die wenigen Ansiedlungen bieten Abwechslung.

Die physische Belastung ist nicht vergleichbar mit den sambischen Bergetappen, die mentale Herausforderung jedoch enorm.

Ein wichtiger Helfer: beständiger Ostwind treibt mich voran

So fahre ich gegen 17 Uhr nach 200 km über die Kavango-Brücke in Divundu, bin schon ein wenig stolz, miete mich im dortigen Guesthouse ein und bestelle zu allererst ein kaltes Bier.

Nach der Frühstücksvariante Hähnchenschenkel mit Tee und sonst nichts letzte Sambia-Etappe, letzte schöne Bilder aus diesem Land.

Gegen Mittag über die Sambesi-Brücke nach Katima Mulilo / Namibia.

Der schnellen, sehr freundlichen Abfertigung auf sambischer Seite folgt die umständliche – Ausfüllen des langen Arrival-Formulars – und schon oft erlebte, muffigere Einteise nach Namibia.

Katima, eine gesichtlose Stadt, Stop – Over für diverse Besorgungen (SIM-Karte, Geld, Weiterreise-Infos).

Weiterreise: Caprivi-Strip mit diversen Fragezeichen, Übernachtung, Versorgung, Mobilfunknetz ???

Die Vic-Falls bieten schon ein überwältigendes, großartiges Naturschauspiel und das trotz Niedrigwasser.

Weiter geht es gen Westen, obwohl eigentlich dem Sambesi entlang folgen bald zwei lange, steile, herausfordernde Anstiege, später dann wirklich flach, ätzend lange, nicht enden wollende Geraden durch dünn besiedeltes Land.

Zum Ausgleich immer wieder Aufsaugen afrikanischer Impressionen, wie für ein Bilderbuch gemalt, winkende Kinder, kleine Rundhüttendörfer, malerische  Savanne.

Endstation nach mehr als 130 km ein am Sambesi gelegener Ort (Mwandi) mit pulsierenden afrikanischen Leben, ein Gästehaus der ganz einfachen Art.

Namibia ist nicht mehr weit.

Angekommen in Livingstone und erstmals in einem Internetcafe, deshalb zumindest zwei Bilder auf die Schnelle; da mir das Procedere zu langwierig und umstaendlich ist, belasse ich es dabei , neugierig (?), mehr zu Hause.

Auch ohne Berge ist es keineswegs nur bretteleben, die Wellen, das Auf und Ab mal soft, mal richtig geizig, trotzdem ist einfacheres und zuegigeres Vorankommen der Fall.

Die Savannenlandschaft dann sehr schoen, wenn es sich um offene, parkaehnliche Baumsavanne handelt, ansonsten viel Busch und eintoenig.

Die letzte Station rund 80 km vor Livingstone, Zimba, kleiner Ort mit zumutbarem Guesthouse, sogar fliessendes Wasser, aus dem Duschkopf allerdings mehr als duenn. Zum Fruehstueck heute Morgen war entgegen gestriger Versprechungen (so sind sie halt bisweilen die Afrikaner) nicht mehr als eine Tuete Pommes und Wasser aufzutreiben.

Dafuer war Livingstone nahe und ploetzlich ist man mittendrin im ueberbordenden Angebot einer vom internationalen Tourismus ueberpraegten Stadt.

Suche mir eine komfortable, schlicht schoene Lodge, frische mich auf und los geht’s zum Essen/Trinken und erkunden und eruieren (die Weiterreise nach Namibia ist in Sachen Uebernachten nicht ganz einfach).

Morgen ist  zum Glueck Pause (!), werde das Fahrrad nicht anruehren, mich per Auto zu den Vic-Falls chauffieren lassen.

Ja, wow die ersten 1000 km sind geschafft.

Gestern , von Kafue aus ein richtig heftiger Tag, “0nly one big hill” war die einhellige Meinung diverser Einheimischer, denkste, da gab es mehr als einen ” big hill”.

Sie meinten den Munali-Pass, National Monument, zu Ehren David Livingstone’s, Munali war sein Spitzname.

Ausgelaugt, müde nach 139 km zum Ausgleich ein idyllisches Camp abseits der Strasse ( kein Netz).

Heute einfacheres Gelände, Buschsavanne, dünne Besiedlung.

Zur “Feier des Tages” Lunch in kleinem Marktflecken, im “Come again Restaurant”, der Innenraum vergleichbar einer geräumigen, finsteren Besenkammer, sitze draußen, gereicht wird Nshima (Maispapp) mit Sauce ( Soup sahen die Locals) , Gemüse, Stück Hühnerfleisch, gegessen mit den Fingern, dafür vorher um danach Wasser zum ” Hand wash”, ein kaltes Bier von anderswo herbeigeschafft.

Ein Festmahl mit viel Hallo.

Tagesziel: Choma, Stadt mit Lodges mit warmen Duschen !

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